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Audi gilt als Ursprung des Abgasskandals. Im Audi Dieselskandal wurden Geschädigten Entschädigung zugesprochen. Der größte Durchbruch erfolgte Ende 2021 am Bundesgerichtshof: Der BGH verpflichtete die Audi AG in zwei unserer Verfahren zu Zahlung von Schadensersatz

Innerhalb des VW Konzerns hatte Audi die zentrale Federführung bei der Entwicklung der großen TDI 3.0 und 4.2 Liter Diesel-Motoren sowie der illegalen Software-Steuerung. Die betroffenen Motoren wurden ab 2003 in zig Millionen Dieselfahrzeugen verwendet. Machen Sie den Audi Diesel-Check, KAP Rechtsanwälte verhelfen auch Ihnen zu Ihrem Recht.

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KAP Rechtsanwälte in Presse & Medien

News

Diesel-Skandal EuGH (C-100/21): kommt die Wende im Diesel-Skandal?

05. Juni 2022

Das EuGH-Verfahren (Rechtssache C-100/21) betrifft fundamentale Grundsatzfragen im Diesel-Skandal, die auf praktisch jeden Fahrzeughersteller auszuweiten sind. Der Generalanwalt am EuGH ist in seinen Schlussanträgen klar auf Seiten der Verbraucher.

Abgasskandal EuGH

OLG München bestätigt positives Urteil für Audi A3-Halter

30. November 2020

KAP Rechtsanwälte erzielen weiteren Erfolg für einen Audi A3 Dieselfahrer (1.6 l mit EA 189 Motor). Der Halter erhält 80% des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeugs.


Schadensersatz für zwei KAP Mandanten, Audi A3 + Audi Q5, EA189

25. November 2021

Sensationeller Erfolg für unsere Mandanten. Der BGH folgt unserer Auffassung und verurteilt Audi zu Schadensersatz. Das Urteil gleicht einer Sensation und einem Meilenstein der Rechtsprechung im Dieselskandal.

KAP Rechtsanwälte erreichen EuGH Vorlage im Diesel-Skandal

16. September 2020

Der Europäische Gerichtshof ist zu grundsätzlichen Klärungen im Abgasskandal aufgerufen. Die Ergebnisse werden Auswirkungen auf zahlreiche Prozesse – auch gegen Audi haben.

Für diese AUDI TDI Motoren

machen wir Rechte geltend

Audi entwickelte und nutzt die großen TDI Dieselmotoren 3.0 V6 (EA 897) und 4.2 V8, die erwiesenermaßen über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen. Aber auch die kleineren Audi-Modelle mit EA 189- oder EA 288-Motor sind mit der illegalen Software-Steuerung ausgestattet. Die folgenden Audi-Diesel-Modelle verfügen danach über unzulässige Abschalteinrichtungen in ihren Motoren und gelten als betroffen:

  • Audi A1
  • Audi A3
  • Audi A4
  • Audi A5
  • Audi A6
  • Audi A7
  • Audi A8
  • Audi Q2
  • Audi Q3
  • Audi Q5
  • Audi Q7
  • Audi TT
  • Audi SQ5

Audi Abgasskandal Urteile

KAP Diesel-Urteile gegen AUDI, Porsche, VW

Datum           Gericht Auto-Modell
02.06.2022     Urteil* LG Frankfurt a. M. Audi A6 Avant Allroad 3.0 TDI Quattro, Euro 6, Motor EA 897
14.04.2022     Urteil* LG Verden VW Touareg 3.0 V6-TDI, Euro 6, Motor EA 897
04.04.2020     Urteil* LG Halle Audi SQ5 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
25.03.2022     Urteil* LG Chemnitz Audi A6 3.0 TDI Avant Quattro, Euro 6, Motor EA 897
18.02.2022     Urteil* LG Frankfurt a. M. Audi A6 3.0 TDI Avant Quattro, Euro 6, Motor EA 897
19.01.2022     Endurteil* LG Augsburg Audi Q5 3.0 TDI Quattro, Euro 6, Motor EA 897
14.01.2022     Endurteil* LG Ingolstadt Audi A6 3.0 V6-TDI Quattro, Euro 5, Motor EA 897
30.12.2021     Endurteil* LG Dresden Audi A7 Sportback 3.0 V6-TDI Quattro, Euro 5, Motor EA 897
28.12.2021     Urteil* LG Heidelberg Audi A6 3.0 TDI Avant, Euro 5, Motor EA 897
28.12.2021     Urteil* LG Frankfurt a. M. Audi A6 3.0 V6-TDI, Euro 5, Motor EA 897
28.12.2021     Urteil* LG Fankfurt a. M. Audi A6 3.0 V6-TDI Avant, Euro 5, Motor EA 897
28.12.2021     Urteil* LG Heidelberg Audi A6 3.0 V6-TDI Avant, Euro 5, Motor EA 897
15.12.2021     Urteil* LG Hildesheim Audi A6 Quattro 3.0 TDI, Euro 5, Motor EA 897
25.11.2021     Urteil BGH   Audi A3, Euro 5, Motor EA 189
04.11.2021     Urteil* LG Erfurt Audi A6 3.0 TDI Avant, Euro 6, Motor EA 897
22.10.2021     Urteil** LG Ingolstadt Porsche Cayenne 3.0 TDI, Euro 6, Audi-Motor EA 897
04.06.2021     Urteil* LG Heilbronn Audi A6 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
11.05.2021     Endurteil** LG Ingolstadt Audi A3 2.0 TDI, Euro 5, Motor EA 189
02.01.2021     Urteil* LG Ingolstadt Audi A3 TDI
30.11.2020     Endurteil* OLG München Audi A3 1.6 TDI 
30.11.2020     Endurteil* OLG München Audi Q5 TDI
Auszug aktuellste Beweisbeschlüsse  
20.05.2022     Beschluss LG Bayreuth VW Touareg 3.0 V6 TDI, Euro 6, Motor EA 987
01.04.2022     Beschluss OLG Celle Audi A6 Avant 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
29.03.2022     Beschluss LG Gießen Audi A7 Sportback 3.0 TDI Quattro, Euro 5, Motor EA 897
07.02.2022     Beschluss LG Stade VW Touareg 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
28.01.2022     Beschluss LG Freiburg i Br. Audi A6 Avant Allroad 3.0 TDI Quattro, Euro 6, Motor EA 897
10.11.2021     Beschluss LG Ansbach Audi A6 Avant 3.0 TDI, Euro 5, Motor EA 897

*noch nicht rechtskräftig    ** rechtskräftig

Das sagen unsere Mandanten


Fragen & Antworten

AUDI Dieselskandal

Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ist Ihr Audi Diesel vom Abgasskandal betroffen.

Wird im Dieselskandal allgemein von “betroffenen" Modellen gesprochen, dann hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) bei diesen Fahrzeug-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden, sodass sie offiziell als “betroffen” gelten. Das heißt jedoch nicht, dass nicht auch viele weitere Diesel-Modelle vom Abgasskandal betroffen sind. 

Tatsächlich gibt es bedeutend mehr Herstellermodelle, die verschiedenen Expertengutachten zufolge ebenso über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen und die offiziellen Emissionsgrenzwerte ebenso weit überschreiten. Auch diese KFZ sind natürlich betroffen – mit dem Unterschied, dass für sie das KBA nicht oder noch nicht tätig wurde und sie auch amtlich als “betroffen” deklariert hat. Die Summe aller nachweislich betroffenen Fahrzeuge ist real um ein Vielfaches höher.

Wir haben als Kanzlei diverse unabhängige Gutachten beauftragt, deren Ergebnisse wir für unsere Verfahren einreichen. Auf diese Weise haben wir bereits viele Urteile gewinnen können. Unsere Rechtsauffassung teilt längst auch der Bundesgerichtshof, der im Januar 2021 entschied, dass betroffene Autofahrer auch dann Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn das Fahrzeug nicht offiziell durch das KBA beanstandet wurde.

Fazit: Ein Rückruf des KBA ist demnach keine Voraussetzung für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im Abgasskandal. Viele Gerichte folgen längst dieser aktuellen Rechtsprechung.

Ja, Klägern steht auch nach Veräußerung des Fahrzeugs Schadensersatz zu. Das hat der Bundesgerichtshof im Juli 2021 erklärt. In dem Fall wird der Verkaufspreis des Fahrzeugs als Berechnungsgrundlage herangezogen. Auch eine "Wechselprämie" des Autoherstellers darf nach Urteil des Obersten Gerichts nicht als anspruchsmindernd angerechnet werden.

Liegt die Aufforderung des Kraftfahrt-Bundesamtes zum Rückruf erst einmal im Briefkasten, stehen Diesel-Besitzer vor einem Dilemma: Sollen sie der Pflicht zu einem Software Update oder einer Hardware-Nachrüstung Folge leisten oder nicht?

Lassen Sie ein Software Update durchführen, müssen Sie vor allem langfristig mit möglichen weiteren Schäden am Motor rechnen. Denn viele Dieselbesitzer berichten von Motorstörungen, lauten Motorgeräuschen und einem deutlich höheren Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch als Folge des Updates. Verweigern sie jedoch die Ausführungen der Maßnahmen, droht die Stilllegung des Fahrzeugs. 

Wir raten dennoch grundsätzlich von Software Updates und Nachrüstungen der Hardware mit allem Nachdruck ab, denn neben möglicher Schäden am Fahrzeug, kann im Anschluss auch die Geltendmachung von Rechten aus dem Dieselskandal ungleich schwieriger werden.

Nach einem Software Update müssen Sie damit rechnen, dass der AdBlue-Verbrauch Ihres Diesel erheblich zunimmt. Darüber hinaus wird von Problemen mit der Start/Stopp-Automatik berichtet, von einer Versottung des Motors, von lauten Motorgeräuschen bis hin zu Motorstörungen sowie von einem stark erhöhten Dieselverbrauch.

Die Einrichtung – auch als sogenanntes “Thermofenster” bezeichnet – ist eine Erfindung der Automobilindustrie, um die Manipulation am Abgasreinigungssystem von Dieselfahrzeugen zu verschleiern. In der Regel geht es gleich um mehrere Vorrichtungen in der Motorsoftware, die die Effektivität der Abgasreinigung in Abhängigkeit von der Außentemperatur steuern. 
Sie sorgen dafür, dass gefährliche Stickoxide in den Abgasen nur in einem Temperaturbereich zwischen 20° bis 30° Grad Celsius reduziert werden. Außerhalb dieses Temperaturbereichs wird die serienmäßige Abgasreinigung stark reduziert oder ganz abgeschaltet. Und das ist nach den neuesten Urteilen des Europäischen Gerichtshof (Ende 2020) und des Bundesgerichtshof (Anfang 2021) nicht zulässig.

Aus der derzeitigen Erfahrung als sehr gut. Erst Ende 2021 hat der Bundesgerichtshof (BGH) vier verbraucherfreundliche Urteile gegen die Audi AG für rechtskräftig erklärt und somit Audi gegenüber den vier Klägern als schadenersatzpflichtig. – Zwei der Verfahren führt unsere Kanzlei.

Wir klagen für unsere Mandanten bereits seit 2017 bundesweit gegen die VW-Tochter und haben in mehreren Urteilen weit über 100.000 Euro Schadensersatz erstreiten können. Es existieren viele Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamtes gegen Audi, und auch die Messwerte, die uns zu den Audi-Modellen bekannt sind, zeigen deutliche Auffälligkeiten. Außerdem konnten KAP Rechtsanwälte in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München II Einsicht nehme. Darin sind die Manipulationen bei Audi, die die 3.0 und 4.2 Liter-Motoren herstellen und liefern, nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft deutlich genannt und beschrieben, sowie wer im Konzern wann und in welchem Umfang Kenntnis von den Betrügereien hatte. Zudem hat der EuGH in einem Urteil (Ende 2020) thermische Abschalteinrichtungen für unzulässig erklärt. Ihm folgte Anfang 2021 der BGH mit einem weiteren Urteil, das diese Art der Abgasreinigung als illegal bezeichnet. Beide Urteile haben in diesem Jahr für einen deutlichen Durchbruch in der Rechtsprechung gesorgt und das Tempo der juristischen Aufarbeitung angehoben. Wir sehen in einem Vorgehen gegen Audi insofern eine sehr gute Möglichkeit, Ihre Rechte wahrzunehmen. 

Der große Durchbruch am BGH in der Rechtsprechung gegen die Audi AG zeigt Wirkung. Seitdem nehmen die positiven Urteile für Verbraucher deutlich zu. Mehrere tausend Verfahren sind gegen Audi anhängig. Die meisten laufen noch oder befinden sich auf dem Weg in die Berufung bei Oberlandesgerichten. Dies ist ein durchaus normales Vorgehen, denn Urteile werden nahezu immer erst in der zweiten Instanz entschieden. Dessen ungeachtet folgen immer mehr Land- und Oberlandesgerichte den BGH-Urteilen und bewerten die Abgasmanipulationen bei Audi eindeutig als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung und verurteilen die VW-Premium-Tochter als Herstellerin der Motoren zu Schadensersatzzahlungen. – Ob in den Fällen eine Rückrufaktion vorliegt oder nicht, spielt längst keine Rolle mehr.

Chronik & Meilensteine

im AUDI Diesel Abgasskandal

25. November 2021

Diesel Schadensersatz Audi: BGH bestätigt vier Urteile gegen VW Tochter

Mit der Bestätigung der Karlsruher Richter wird amtlich, dass Audi im Dieselskandal schadensersatzpflichtig ist. Zwei der erfolgreichen Verfahren vor dem BGH führen KAP Rechtsanwälte. > Die Details

5. Mai 2021

Neuer Rückruf für Audi Q7 3.0 l TDI

Auch der Audi Q7 3.0 Liter TDI mit Abgasnorm Euro 6 enthält unzulässige Abschalteinrichtungen. Ein weiterer Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bestätigt dies jetzt auch von offizieller Behördenseite.

20. April 2021

Audi-Urteil überrascht: OLG München macht Audi für einen von VW hergestellten Motor haftbar

Die Richter verurteilen Audi zur Zahlung von Schadensersatz an einen Kläger. Audi habe die Entwicklung des Motors vom eigenen Leiter der Motorenentwicklung ausdrücklich an den von VW übertragen. Somit sei Audi auch für das Handeln der Konzernmutter VW haftbar.

8. März 2021

BGH-Urteil: Audi haftet nicht automatisch für von VW entwickelte Motoren

Die Audi AG muss laut BGH nur dann Schadensersatz zahlen, wenn ihr Top-Management von der Manipulation wusste. In dem verhandelten Fall hatte ein Halter eines Audi A6 Diesel, in dem ein VW-Motor vom Typ EA189 mit manipulierter Software eingebaut ist, gegen Audi geklagt.

5. August 2020

Audi Dieselskandal: Staatsanwaltschaft bringt Klage gegen vier weitere Ex-Audi-Manager auf den Weg

Die Anklage richtet sich gegen drei Ex-Vorstände und den langjährigen Chef für Dieselmotoren. Auch ihnen wird Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und strafbare Werbung vorgeworfen. Sie sollen dafür gesorgt haben, dass mehr als 430.000 Diesel-Fahrzeuge unzulässig in den Verkehr gelangt sind.

8. Juli 2020

Erster deutscher Diesel-Strafprozess: Hauptverfahren gegen Ex-Audi-Chef Stadler eröffnet

Stadler muss sich zusammen mit drei weiteren früheren Führungskräften wegen Betrugs, mittelbarer Falschbeurkundung und strafbarer Werbung vor Gericht verantworten. Laut Anklage haben sie einen Schaden von 3,3 Milliarden Euro zu verantworten.

8. November 2019

Audi Rückruf: 40.000 ältere Diesel müssen in die Werkstatt

Diesmal geht es um Fahrzeuge der Modellreihen A4 und A6 mit Sechszylinder-TDI-Motoren aus den Jahren 2004 bis 2009. Betroffen sind rund 40.000 Audi-Diesel. Nach Anordnung des KBA muss Audi aus der Motorsteuerung unzulässige Programme entfernen.

31. Juli 2019

Audi Dieselskandal: Anklage gegen Ex-Audi-Chef Stadler erhoben

Die Staatsanwaltschaft München II hat Anklage gegen den früheren Audi-Chef Stadler und zwei weiteren ehemaligen und aktuellen Audi-Managern erhoben. Stadler drohen womöglich mehrere Jahre Haft.

12. November 2018

Diesel Rückruf: Audi startet ersten Rückruf für seine Diesel-Autos

Der erste von insgesamt acht Rückrufen durch das KBA beginnt. Bundesweit werden über 30.000 Audi A6 und A7 Sportback in die Werkstätten gerufen. Der Rückruf ist für die Halter verpflichtend. Nach Angaben Audis wird ein Software-Baustein aus der Motorsteuerung entfernt.

30. Oktober 2018

Stadler kommt aus U-Haft

Der dringende Tatbestand der Verdunkelungsgefahr bestehe zwar noch immer, die Richter sehen es jedoch als vertretbar an, den Audi-Chef unter Auflagen und einer Kautionszahlung aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

16. Oktober 2018

Audi Abgasskandal: Audi einigt sich mit Staatsanwaltschaft und zahlt 800 Millionen Bußgeld

Audi bekennt sich schuldig und akzeptiert einen Bescheid der Staatsanwälte München. Im Gegenzug wird das Verfahren gegen Audi eingestellt. Nach Ansicht der Staatsanwälte haben Audi-Dieselmotoren des Typ V6 und V8 der Baujahre 2004 bis 2018 nicht den Gesetzesvorgaben entsprochen.

18. Juni 2018

Audi-Chef Stadler in Untersuchungshaft

Wegen möglicher Verdunklungsgefahr im Dieselskandal wird Stadler festgenommen. Offenbar gab es Hinweise, dass der Audi-Chef in dem Verfahren gegen Audi auf andere Beteiligte Einfluß nehmen würde. Stadler gehört als Audi-Vorstandschef auch dem VW-Konzernvorstand an.

11. Juni 2018

Razzia auch bei Audi-Chef Stadler

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt jetzt auch gegen Audi-Chef Rupert Stadler. Er soll daran mitgewirkt haben, dass Audi-Diesel mit manipulierter Software auf dem europäischen Markt verkauft wurden – auch nach Bekanntwerden des Dieselskandals.

4. Juni 2018

Audi Rückruf: KBA ruft über 30.000 Audi-Diesel zurück

Audi hatte zuvor eine neue Betrugssoftware in den V6-Dieselmotoren entdeckt, das KBA darüber informiert und die Auslieferung der Motorenreihe gestoppt. Bundesweit sind 33.000 Fahrzeuge der Oberklasse-Modelle A6 und A7 mit V6-Dieselmotor betroffen. Audi muss nun die Abschalteinrichtung in der Motor-Software entfernen.

22. Februar 2018

Audi Ermittlungen Dieselskandal: Vierte Razzia bei Audi

Diesmal haben die Ermittler u.a. auch zwei ehemalige Vorstände im Visier. Die Zahl der Beschuldigten steigt damit auf 17. Sie werden verdächtigt, mitverantwortlich dafür zu sein, dass ein wesentlicher Anteil der Dieselautos mit Betrugssoftware auf den Markt gebracht wurden.

6. Februar 2018

Dritte Razzia bei Audi: Die Ermittlungen weiten sich auf den deutschen und europäischen Markt aus.

In einem Großaufgebot von 18 Staatsanwälten durchsucht die Staatsanwaltschaft München erneut Geschäfts- und Privaträume im Audi-Umfeld. Hinzu kommen Landeskriminalbeamte Bayerns und Baden-Württembergs. Verdacht der Strafverfolger: Audi habe mehr als 200.000 Dieselfahrzeuge für den europäischen und US-amerikanischen Markt manipuliert.

31. Januar 2018

Weitere Durchsuchungen bei Audi-Mitarbeitern

Die Staatsanwaltschaft München durchsuchte Privatwohnungen von sechs Audi-Mitarbeitern auf der Suche nach weiterem Beweismaterial im Abgasskandal. Laut Ermittler ist die Zahl der Beschuldigten von sechs auf 13 Personen ausgeweitet worden. Alle Beschuldigten würden der Manipulation von Abgaswerten in den USA verdächtigt. Wegen möglicher Manipulationen in Deutschland werde gegen Unbekannt ermittelt, hieß es.

21. Januar 2018

Audi Rückruf: Weiterer Zwangsrückruf für Audi Diesel

Im Abgasskandal muss Audi fast 130.000 weitere Dieselmodelle in die Werkstätten zurückrufen. Das KBA ordnet wegen des Verdachts, dass in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit Abgasnorm Euro 6 „unzulässige Abschalteinrichtungen“ verbaut sind, einen Zwangsrückruf an. Die Modelle verfügen über V6 TDI Motoren.

28. September 2017

Audi Ermittlungen Dieselaffäre: Zweite Verhaftung bei Audi

Die Staatsanwaltschaft München nimmt Ex-Porsche Vorstand Hatz in Untersuchungshaft. Der Verhaftung gingen weitere Durchsuchungen bei Audi voran.

7. August 2017

Audi Bußgeldverfahren: Münchner Staatsanwaltschaft prüft millionenschweres Bußgeldverfahren gegen Audi

Nach Strafverfahren gegen Audi-Mitarbeiter und einem Bußgeldverfahren gegen Vorstandsmitglieder prüfen die Ermittler auch ein Verfahren gegen die Audi AG selbst. Zuvor hatten Audi und VW zugegeben, millionenfache Manipulationen von Dieselmotoren zur Schönung der Abgaswerte vorgenommen zu haben.

21. Juli 2017

Kartellverdacht mit AdBlue belastet u.a. Audi und VW

Die EU-Wettbewerbshüter schlagen Alarm. Laut eines internen Dokuments (von 2010) gebe es ein “Commitment der deutschen Automobilhersteller Audi, VW, BMW, VW & Daimler”, nachdem künftig nur noch kleine AdBlue-Tanks verwendet werden sollen. Kleinere AdBlue-Tanks lassen mögliche Manipulationen der AdBlue Einspritzmenge vermuten. Sie erlauben mehr Platz, weniger Gewicht und nicht unerhebliche monetäre Einsparungen.

7. juli 2017

Audi Ermittlungen: Ex-Audi-Manager wird in Deutschland festgenommen

Die US-Justiz hatte Strafanzeige gegen den Italiener Giovanni P. gestellt. Sie wirft ihm Verschwörung zum Betrug und Verstöße gegen das US-Umweltrecht vor. Die Staatsanwaltschaft München II bestätigt die Festnahme.

1. Juni 2017

Audi Rückruf: Verkehrsminister beschuldigt Audi

Laut Bundesverkehrsminister Dobrindt verwendet Audi eine unzulässige Abgas-Software, die bewirkt, dass die Abgasreinigung nur im Prüfstand arbeitet. Rund 24.000 Fahrzeuge der Modelle Audi A8 und A7 mit V6 und V8 Dieselmotoren der Baujahre 2009 bis 2013 sind davon betroffen. Die fraglichen Modelle zeigten NOx-Überschreitungen zwischen 20 und 100 Prozent des Grenzwerts.

15. März 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Audi

Die Staatsanwaltschaft München II leitet wegen der Dieselaffäre ein Ermittlungsverfahren ein und durchsucht die Audi-Zentrale in Ingolstadt. Audi soll die Abgaswerte ihrer Diesel für den amerikanischen Markt ähnlich manipuliert haben wie VW. Der europäische Absatzmarkt ist laut Staatsanwaltschaft (noch) nicht Gegenstand der Ermittlungen.

15. Juli 2016

Audi Dieselskandal: Audi gesteht weiter gegenüber US-Umweltbehörden

Audi gesteht offziell den US-Umweltbehörden EPA und Carb, Abschalteinrichtungen in ihren Motorsteuerungen zu verwenden und die AdBlue-Einspritzung herunterzufahren, wenn der Verbauch zu hoch ist. Das Geständnis öffnet Tür und Tor für daraufhin folgende Ermittlungsverfahren in Deutschland.

4. April 2016

Bundesverkehrsminister Dobrindt stellt den Abschlussbericht des KBA vor. Danach fällt auch Audi negativ auf.

Der vorläufige Abschlussbericht für den deutschen Automarkt nach Auffliegen des Abgasskandals in den USA ist ernüchternd: Fast alle 53 Automodelle, die die Behörde untersucht hat, fallen negativ auf. Darunter auch die Marken Audi, VW und Porsche. Audi liefert für VW und Porsche die Motoren samt Betrugs-Software. Insgesamt sollen 630.000 Fahrzeuge in Deutschland durch einen “freiwilligen Rückruf” zurück in die Werkstatt.

24. November 2015

Audi gesteht erstmals, auch bei 3.0 Liter Dieselmotoren eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben

Die ersten Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA in Zusammenhang mit dem Auffliegen des Dieselskandal bei der Konzernmutter VW hatte Audi noch scharf dementiert.

Wie alles bei AUDI begann

"Der sauberste Diesel der Welt"

... hieß es 2008 frohlockend vom Audi-Manager Giovanni P., der für die Entwicklung der Dieseltechnik für Deutschland verantwortlich war. Die Premium-Tochter des VW-Konzerns bewarb ihren AdBlue-Tank stets als die Technologie, die angeblich den saubersten Diesel der Welt ermöglicht. Das blaue Harnstoff-Wasser-Gemisch in einem Zweittank soll das Dieselfahrzeug reinigen, indem es beim Fahren in den Verbrennungsprozess von Diesel eingespritzt wird und giftige Stickoxide neutralisiert. – Die gesamte TDI Technologie basiert darauf. Doch dieses Versprechen entpuppt sich in der Praxis als großer Bluff, denn erst ein ständiges Nachfüllen des übel riechenden Harnstoffs gewährleistet den gewünschten Effekt. Doch dafür ist die Konstruktion des Tanks oft nicht angelegt und ein ständiges Nachfüllen des stinkenden Harnstoffs für keinen Kunden zumutbar.

Die Krux mit der Tankgröße. Viel zu kleine AdBlue-Tanks standen somit einem viel zu großen Versprechen gegenüber und brachten Audi – als für die AdBlue-Technik zuständig – in die Klemme. Die Devise des Lösungsansatzes der findigen Ingenieure lautete im weiteren Verlauf: AdBlue muss so lange reichen, wie dem Kunden versprochen ist. Also musste eine manipulierte Software her, die die Einspritzung des AdBlue-Gemischs entsprechend regelt, sodass die dem Kunden versprochenen Nachfüllintervalle auch eingehalten wurden. Kurz gesagt schaltete die AdBlue-Einspritzung einfach runter, wenn der Verbrauch zu hoch wurde. – Auf Kosten der ebenso versprochenen unbedenklichen Umweltwerte durch verminderten Schadstoffausstoß. 

Das fiel 2015 schließlich den US-Umweltbehörden auf. Nach mehreren Vorladungen dort gesteht Audi offiziell ein, Abschalteinrichtungen in ihren Motorsteuerungen zu verwenden, um die AdBlue-Einspritzung drastisch zu deckelt, wenn der Verbrauch anstieg. Damit war die Geschichte vom saubersten Diesel der Welt mittels “Vorsprung durch Technik” zu Ende und landete auf dem Tisch der Münchner Staatsanwaltschaft. Seitdem lässt diese nicht locker. Nach einem Schuldeingeständnis der Audi AG folgten die mit umfangreichsten Ermittlungen gegen Audi. Allein im Jahr 2018 verging kaum ein Monat ohne Besuch der Strafverfolger. Insgesamt hat das KBA seit 2015 für mehr als 200.000 Audis Rückruf-Bescheide erlassen. Der Diesel-Skandal hat den Autobauer bislang rund 3,4 Milliarden Euro gekostet. Die einstige Gewinnmaschine des VW-Konzerns trieselt in der Dieselaffäre.

Längst bröckelt die Bastion der Tochter des größten Autohersteller der Welt auch auf juristischer Ebene. Mehrere tausend Verfahren sind allein gegen die Audi AG anhängig, deren Urteile noch ausstehen. – Bis dato gibt es bereits etliche Gerichtsurteile auf Landgerichts- und Oberlandesgerichtsebene, die die Premium-Tochter zu Schadensersatz verurteilen. Dies geht indes soweit, dass Audi in der aktuellen Rechtsprechung auch für Volkswagen-Motoren haftbar gemacht wird.

Dann der große Durchbruch: Der Bundesgerichtshof folgt vier Urteilen des OLG Münchens und verpflichtet Audi zur Zahlung von Schadensersatz. Die Karlsruher Richter bestätigen am 25.11.2021 die verbraucherfreundlichen Urteile des OLG der bayerischen Hauptstadt. Zwei der erfolgreichen Verfahren in Karlsruhe hat unsere Kanzlei geführt. KAP Rechtsanwälte verhelfen auch Ihnen zu Ihrem Recht und gehen auch für Sie bis vor den BGH, wenn es sein muss. Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten, Ihre Ansprüchen geltend zu machen und überlassen Sie Ihren Fall unseren Fachanwälten.

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