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Thorsten Krause
Zuletzt aktualisiert
13.10.2021
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6 Min.

Audi gilt als Ursprung des Abgasskandals. Die Premium-Tochter hatte innerhalb des Mutterkonzerns VW die zentrale Federführung bei der Entwicklung der großen 3.0 und 4.2 Liter Diesel-Motoren sowie der illegalen Software-Steuerung. Die Motoren wurden in Millionen Dieselfahrzeugen von VW, Porsche, Skoda – und natürlich den eigenen Audi Dieselfahrzeugen verwendet.

Nach einem Schuldeingeständnis der Audi AG folgten die mit umfangreichsten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Audi. Parallel wurden bereits in etlichen Klagen geschädigten Haltern Schadensersatz zugesprochen.

Möglichkeiten für Betroffene

  • Schadensersatz für den Wertverlust & Fahrzeug behalten (“kleiner” Schadensersatz)
  • Kaufpreis (Abzug Nutzung) erhalten & Fahrzeug zurückgeben (“großer” Schadensersatz)

Das Besondere bei Audi: Ein Finanzierer übernimmt für die Motoren EA 896 und EA 897 unter bestimmten Voraussetzungen das Kostenrisiko für Sie – gegen eine geringe Erfolgsbeteiligung, versteht sich– sodass wir ganz ohne Risiko für Sie tätig werden können. Sie müssen dann nicht in Vorleistung gehen – und selbst im Fall, dass wir keinen Anspruch für Sie erzielen können, zahlen Sie keinen Cent.

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Für diese Audi Motoren

machen wir Rechte geltend

Audi entwickelte und nutzt die großen 3.0 V6 und 4.2 V8 Motoren, die erwiesenermaßen über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen. Aber auch die kleineren Audi-Modelle mit EA 189 oder EA 288 Motor sind mit der illegalen Software-Steuerung ausgestattet. Die folgenden Audi-Diesel-Modelle verfügen danach über unzulässige Abschalteinrichtungen in ihren Motoren und gelten als betroffen:

  • A1
  • A3
  • A4
  • A5
  • A6
  • A7
  • A8
  • Q2
  • Q3
  • Q5
  • Q7
  • TT
  • SQ5

Audi – Aktuelle Schlagzeilen

OLG München bestätigt positives Urteil für Audi-Halter

30. November 2020

KAP Rechtsanwälte erzielen weiteren Erfolg für einen Audi A3 Dieselfahrer (1.6 l mit EA 189 Motor). Der Halter erhält 80% des Kaufpreises gegen Rückgabe des Fahrzeugs.

KAP Rechtsanwälte erreichen EuGH Vorlage im Diesel-Skandal

16. September 2020

Der Europäische Gerichtshof ist zu grundsätzlichen Klärungen im Abgasskandal aufgerufen. Die Ergebnisse werden Auswirkungen auf zahlreiche Prozesse – auch gegen Audi haben.

Urteile & Beweisbeschlüsse

KAP Erfolge gegen Audi

Datum           Gericht Auto-Modell.
12.10.2021     Beschluss LG Ulm Audi A5 2.0 TDI, Euro 6, Motor EA 288
15.09.2021     Beschluss OLG München Audi A4 Avant Ambition 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
12.08.2021     Beschluss LG Hildesheim Audi Q5 2.0 TDI, Euro 6, Motor EA288
15.07.2021     Beschluss LG Stuttgart Audi A6 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
04.06.2021     Urteil* LG Heilbronn Audi A6 3.0 TDI, Euro 6, Motor EA 897
11.05.2021     Endurteil** LG Ingolstadt Audi A3 2.0 TDI, Euro 5, Motor EA 189
02.01.2021     Urteil* LG Ingolstadt Audi A3
30.11.2020     Endurteil* OLG München Audi A3 1.6 TDI 
30.11.2020     Endurteil* OLG München Audi Q5
*noch nicht rechtskräftig **rechtskräftig

Fragen & Antworten

zu Ihrem Audi

Bei dem Adjektiv “betroffen” muss im Zusammenhang mit dem Abgasskandal differenziert werden: Wenn in öffentlichen Bekanntmachungen und den Medien von “betroffenen Modellen” gesprochen wird, dann handelt es sich um eine offizielle Feststellung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), dass es bei den Auto-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden hat. Dies bedeutet aber nicht, dass alle anderen Fahrzeuge als “nicht betroffen” gelten können, denn über diese offiziell bestätigten betroffen Modelle hinaus gibt bedeutend mehr Herstellermodelle, die nach verschiedenen Expertengutachten ebenso über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen und ebenso die offiziellen Emissionsgrenzwerte weit überschreiten. Auch diese Fahrzeuge sind natürlich betroffen - mit dem Unterschied, dass für sie das KBA nicht oder noch nicht tätig wurde und sie auch amtlich als “betroffen” deklariert hat. Die Summe aller nachweislich betroffenen Fahrzeuge ist folgerichtig um ein Vielfaches höher.

Wir haben als Kanzlei selbst unabhängige Gutachten beauftragt, deren Ergebnisse wir für unsere Verfahren einreichen. Auf diese Weise haben wir bereits viele Urteile gewinnen können. Unsere Rechtsauffassung teilt indes auch der Bundesgerichtshof, der im Januar 2021 erst feststellte, dass betroffene Autofahrer auch dann Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn das Fahrzeug nicht von Amts wegen durch das KBA beanstandet wurde.

Fazit: Ein Rückruf des KBA ist also keine Voraussetzung für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im Abgasskandal.

Ja. Klägern in der Dieselaffäre steht auch nach einem Fahrzeugverkauf Schadensersatz zu. Das hat der Bundesgerichtshof im Juli 2021 klargestellt. In dem Fall wird als Berechnungsgrundlage der Verkaufspreis des Fahrzeugs herangezogen. Auch eine "Wechselprämie" des Autoherstellers darf nach Urteil der Karlsruher Richter nicht als anspruchsmindernd angerechnet werden.

Diesel-Halter, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zu einem verpflichtenden Software Update oder/und zu Nachrüstungen der Hardware aufgerufen werden, stehen vor einem Dilemma: Lassen Sie bspw. ein Software Update durchführen, müssen Sie mit möglichen weiteren Schäden am Motor und einem deutlich höheren Kraftstoffverbrauch rechnen. Verweigern sie die Ausführungen der Maßnahmen, droht in letzter Konsequenz die Stilllegung des Fahrzeugs. Wir raten dennoch grundsätzlich von Software Updates und Nachrüstungen der Hardware ab, denn neben möglicher Schäden am Fahrzeug, kann im Anschluss auch die Geltendmachung von Rechten aus dem Abgasskandal schwieriger werden. 

Sie müssen nach dem Update damit rechnen, dass der AdBlue-Verbrauch erheblich zunimmt. Darüber hinaus wird von Problemen mit der Start/Stopp-Automatik, von einer Versottung des Motors sowie von einem stark erhöhten Dieselverbrauch berichtet.

Die Einrichtung sitzt in der Motorsoftware eines Diesel-Fahrzeugs und steuert die Effektivität der Abgasreinigung in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Bei der Vorrichtung werden gefährliche Stickoxide in den Abgasen jedoch nur in einem Temperaturbereich zwischen 20° bis 30° Grad Celsius reduziert. Außerhalb dieses Temperaturbereichs wird die serienmäßige Abgasreinigung stark reduziert beziehungsweise ganz abgeschaltet. Und das ist nach den neuesten Urteilen des Europäischen Gerichtshof (Ende 2020) und des Bundesgerichtshof (Anfang 2021) nicht zulässig.

Aus der derzeitigen Erfahrung als sehr gut. Wir klagen für unsere Mandanten bereits seit 2017 bundesweit gegen die VW-Tochter und haben in mehreren Urteilen weit über 100.000 Euro Schadensersatz erstreiten können. Es existieren viele Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamtes gegen Audi, und auch die Messwerte, die uns zu den Audi-Modellen bekannt sind, zeigen deutliche Auffälligkeiten. Außerdem konnten KAP Rechtsanwälte in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München II Einsicht nehme. Darin sind die Manipulationen bei Audi, die die 3.0 und 4.2 Liter-Motoren herstellen und liefern, nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft deutlich genannt und beschrieben, sowie wer im Konzern wann und in welchem Umfang Kenntnis von den Betrügereien hatte. Zudem hat der EuGH in einem Urteil (Ende 2020) thermische Abschalteinrichtungen für unzulässig erklärt. Ihm folgte Anfang 2021 der BGH mit einem weiteren Urteil, das diese Art der Abgasreinigung als illegal bezeichnet. Beide Urteile haben in diesem Jahr für einen deutlichen Durchbruch in der Rechtsprechung gesorgt und das Tempo der juristischen Aufarbeitung angehoben. Wir sehen in einem Vorgehen gegen Audi insofern eine sehr gute Möglichkeit, Ihre Rechte wahrzunehmen. 
 

Mehrere tausend Verfahren sind gegen Audi anhängig. Die meisten laufen noch oder befinden sich auf dem Weg in die Berufung bei Oberlandesgerichten. Dies ist ein durchaus normales Vorgehen. Urteile werden nahezu immer erst in der zweiten Instanz entschieden. Dessen ungeachtet bewerten immer mehr Land- und Oberlandesgerichte die Abgasmanipulationen bei Audi eindeutig als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung und verurteilen die VW-Premium-Tochter als Herstellerin der Motoren zu Schadensersatzzahlungen. - Ob in den Fällen eine Rückrufaktion vorliegt oder nicht, spielt indes keine Rolle mehr.

Chronik & Meilensteine

im Audi Abgasskandal

5. Mai 2021

Neuer Rückruf für Audi Q7 3.0 l TDI

Auch der Audi Q7 3.0 Liter TDI mit Abgasnorm Euro 6 enthält unzulässige Abschalteinrichtungen. Ein weiterer Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) bestätigt dies jetzt auch von offizieller Behördenseite. Audi hatte zuvor in Abrede gestellt, dass auch diese Modelle über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen und manipuliert seien.

20. April 2021

Überraschendes Audi-Urteil: OLG München macht Audi für einen von Volkswagen hergestellten Motor haftbar

Die Richter heben ein Urteil der Vorinstanz auf und verurteilen Audi zur Zahlung von Schadensersatz an einen Kläger. Für das Gericht gilt es in dem verhandelten Fall als erwiesen, dass Audi die Entwicklung des Motors vom eigenen Leiter der Motorenentwicklung ausdrücklich an den von Volkswagen übertragen hat. Somit sei die Ingolstädter Premiumtochter als Hersteller auch für das Handeln der Konzernmutter VW haftbar. Das OLG München sehe in seiner Rechtsprechung daher keine Abweichung zur BGH-Entscheidung vom Vormonat.

8. März 2021

BGH-Urteil: Audi haftet nicht automatisch für von VW entwickelte Motoren

Die Audi AG muss laut Karlsruher Richter nur dann Schadensersatz zahlen, wenn das Top-Management des Ingolstädter Autobauers von der Manipulation wusste. In dem verhandelten Fall hatte ein Halter eines Audi A6 Diesel, in dem ein VW-Motor vom Typ EA189 mit manipulierter Software eingebaut ist, gegen Audi geklagt. In einem vorherigen Urteil vom Mai 2020 hatte das Karlsruher Gericht bereits geklärt, dass VW Betroffene mit eigens entwickelten VW-Dieselmotoren grundsätzlich Schadensersatz zahlen muss.

5. August 2020

Staatsanwaltschaft bringt Klage gegen vier weitere Ex-Audi-Manager auf den Weg

Die Anklage richtet sich gegen drei Ex-Vorstände und den langjährigen Chef für Dieselmotoren. Auch ihnen werfen die Strafverfolger Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und strafbare Werbung vor. Sie sollen dafür gesorgt haben, dass mehr als 430.000 Diesel-Fahrzeuge unzulässig in den Verkehr gelangt sind. Der Prozess dürfte nicht vor 2023 beginnen.

8. Juli 2020

Erster deutscher Diesel-Strafprozess: Verfahren gegen Ex-Audi-Chef Stadler eröffnet

Stadler muss sich zusammen mit drei weiteren früheren Führungskräften wegen Betrugs, mittelbarer Falschbeurkundung und strafbarer Werbung vor Gericht verantworten. Das LG München hat die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet. Damit hat der erste große deutsche Strafprozeß im Abgasskandal begonnen. Die Dimensionen der Taten, die den Angeklagten zur Last gelegt werden, sind enorm: Laut Anklage haben sie einen Schaden von 3,3 Milliarden Euro zu verantworten.

25. Mai 2020

Erstes BGH Urteil gegen Audis Konzernmutter VW

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Volkswagen AG im Dieselskandal wegen sittenwidriger Schädigung zu Schadensersatz an einen Automobilbesitzer verurteilt (VI ZR 252/19). Danach muss VW den Kauf eines gebrauchten Dieselfahrzeugs rückabwickeln, den Kaufpreis erstatten sowie Verzugszinsen zahlen. Damit liegt erstmals ein höchstrichterliches Grundsatzurteil aus Karlsruhe vor, das Signalwirkung für zehntausende weitere Verfahren – auch gegen andere Hersteller – haben wird. Vier Monate nach dem Urteil bietet der VW-Konzern rund 50.000 Dieselkunden einen Vergleich an.

8. November 2019

Audi muss 40.000 ältere Diesel zurückrufen

Diesmal geht es um Fahrzeuge der Modellreihen A4 und A6 mit Sechszylinder-TDI-Motoren aus den Jahren 2004 bis 2009. Betroffen sind rund 40.000 Audi-Diesel. Nach Anordnung des KBA muss Audi aus der Motorsteuerung unzulässige Programme entfernen, mit denen die Fahrzeuge die erlaubten Stickoxid-Abgasgrenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, auf der Straße jedoch unzulässig überschreiten.

31. Juli 2019

Anklage gegen Ex-Audi-Chef Stadler erhoben

Nach monatelangen Auswertungen von Beweismaterial, hat die Staatsanwaltschaft München II Anklage gegen den früheren Audi-Chef Stadler und zwei weiteren ehemaligen und aktuellen Audi-Managern erhoben. Sie sollen am Abgasskandal und dessen Vertuschung beteiligt gewesen sein und müssen sich wegen Betrugs, mittelbarer Falschaussage und strafbarer Werbung verantworten. Stadler soll zwar weder Manipulationen an Dieselfahrzeugen veranlasst, noch jahrelang von ihnen gewusst haben, doch in der Aufklärung des Skandals soll er versagt haben, sodass weiter manipulierte Autos verkauft wurden. Geht es nach den Staatsanwälten, drohen Stadler damit womöglich mehrere Jahre Haft. Gegen 23 weitere Beschuldigte in dem Verfahren wird noch weiter ermittelt.

12. November 2018

Audi startet ersten Rückruf für seine Diesel-Autos

Nach der Freigabe durch das KBA beginnt der erste von insgesamt acht Rückrufen in Deutschland. Bundesweit werden über 30.000 Audi A6 und A7 Sportback in die Werkstätten gerufen. Von den acht Bescheiden insgesamt sind bundesweit rund 151.000 Audi der Mittel- und Oberklasse betroffen. Der Rückruf ist für die Halter verpflichtend. Nach Angaben Audis wird ein Software-Baustein aus der Motorsteuerung entfernt.

30. Oktober 2018

Stadler kommt aus U-Haft

Der dringende Tatbestand der Verdunkelungsgefahr bestehe zwar noch immer, die Richter sehen es jedoch als vertretbar an, den Audi-Chef unter Auflagen und einer Kautionszahlung aus der Untersuchungshaft zu entlassen.

16. Oktober 2018

Audi einigt sich mit Staatsanwaltschaft und zahlt 800 Millionen Bußgeld

Audi akzeptiert einen Bescheid der Staatsanwälte München und legt keine weiteren Rechtsmittel ein. Im Gegenzug stellt Die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Audi, das im August 2017 eröffnet wurde, ein. Die Strafe besteht aus einer Geldbuße von fünf Millionen Euro für “fahrlässige Ordnungswidrigkeiten” und aus 795 Millionen Euro für eine “Abschöpfung wirtschaftlicher Vorteile”. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft haben Audi-Dieselmotoren des Typ V6 und V8 der Baujahre 2004  bis 2018 nicht den Gesetzesvorgaben entsprochen. Audi bekennt sich schuldig.

18. Juni 2018

Audi-Chef Stadler in Untersuchungshaft

Wegen möglicher Verdunklungsgefahr im Dieselskandal wird Stadler festgenommen. Offenbar gab es Hinweise, dass der Audi-Chef in dem Verfahren gegen Audi auf andere Beteiligte Einfluß nehmen würde. Stadler gehört als Audi-Vorstandschef auch dem VW-Konzernvorstand an.

11. Juni 2018

Razzia auch bei Audi-Chef Stadler

Die Staatsanwaltschaft München ermittelt jetzt auch gegen Audi-Chef Rupert Stadler. Ihm  werden Betrug und mittelbare Falschbeurkundung vorgeworfen. Stadler soll daran mitgewirkt haben, dass Audi-Diesel mit manipulierter Software auf dem europäischen Markt verkauft wurden – auch nach Bekanntwerden des Dieselskandals. Auch gegen ein weiteres Vorstandsmitglied wird ermittelt.  Beide Privatwohnungen der Beschuldigten wurden durchsucht. Damit steigt die Anzahl der Beschuldigten auf 20.

4. Juni 2018

KBA ruft über 30.000 Audi-Diesel zurück

Audi hatte zuvor eine neue Betrugssoftware in den V6 Dieselmotoren entdeckt, das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) darüber informiert und die Auslieferung der Motorenreihen gestoppt. Bundesweit sind 33.000 Audi-Fahrzeuge der Baureihen A6 und A7 mit V6 Dieselmotor betroffen. Audi muss nun die Abschalteinrichtung in der Motor-Software entfernen. Zuvor hatte es schon für kleinere Audi-Diesel Umrüstungen gegeben. Weltweit sind 60.000 Fahrzeuge der Oberklasse-Modelle A6 und A7 betroffen.

22. Februar 2018

Vierte Razzia bei Audi

Diesmal haben die Ermittler u.a. auch zwei ehemalige Vorstände bei Audi im Visier. Die Zahl der Beschuldigten steigt von 14 auf 17. Sie werden verdächtigt, mitverantwortlich dafür zu sein, dass ein wesentlicher Anteil der Dieselautos mit Betrugssoftware auf den Markt gebracht wurden.

6. Februar 2018

Dritte Razzia bei Audi. Die Ermittlungen weiten sich auf den deutschen und europäischen Markt aus.

In einem Großaufgebot von allein 18 Staatsanwälten durchsucht die Staatsanwaltschaft München erneut Geschäfts- und Privaträume im Audi Umfeld. Hinzu kommen Landeskriminalbeamte Bayerns und Baden-Württembergs. Die Strafverfolger ermitteln wegen des Verdachts, Audi habe mehr als 200.000 Dieselfahrzeuge für den europäischen und US-amerikanischen Markt manipuliert. Damit haben sich die Ermittlungen auf deutsche und weitere europäische Audi-Dieselfahrzeuge ausgeweitet, bei denen das Kraftfahrt-Bundesamt von einer verbotenen Software ausgeht.

31. Januar 2018

Weitere Durchsuchungen bei Audi-Mitarbeitern

Im Zuge der Ermittlungen im Diesel Skandal bei Audi ist die Staatsanwaltschaft zu weiteren Durchsuchungen ausgerückt. Die Beamten durchsuchten Privatwohnungen von sechs Audi-Mitarbeitern in drei Bundesländern auf der Suche nach weiterem Beweismaterial im Abgasskandal. Laut Staatsanwaltschaft München, ist die Zahl der Beschuldigten in dem Verfahren wegen strafbarer Werbung und Betrugs von zuletzt sechs auf nunmehr 13 Personen ausgeweitet worden. Aktuelle oder frühere Vorstandsmitglieder von Audi seien nach wie vor nicht darunter. Alle Beschuldigten würden der Manipulation von Abgaswerten in den USA verdächtigt. Wegen möglicher Manipulationen in Deutschland werde gegen Unbekannt ermittelt, hieß es.

21. Januar 2018

Weiterer Zwangsrückruf für Audi Diesel

Im Abgasskandal muss Audi fast 130.000 weitere Dieselmodelle in die Werkstätten zurückholen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ordnet wegend es Verdachts, dass in den Audi-Modellen A4, A5, A6, A7, A8, Q5, SQ5 und Q7 mit der Abgasnorm Euro 6 „unzulässige Abschalteinrichtungen“ verbaut sind, einen Zwangsrückruf an. Die Modelle verfügen über V6 TDI Motoren.

28. September 2017

Zweite Verhaftung bei Audi

Die Staatsanwaltschaft München nimmt Ex-Porsche Vorstand Hatz in Untersuchungshaft. Der Verhaftung gingen weitere Durchsuchungen bei Audi voran.

7. August 2017

Münchner Staatsanwaltschaft prüft millionenschweres Bußgeldverfahren gegen Audi

Nach mehreren Strafverfahren gegen Audi-Mitarbeiter und einem Bußgeldverfahren gegen Audi-Vorstandsmitglieder, prüfen die Ermittler auch ein Verfahren gegen die Audi AG selbst. Zuvor hatten Audi und VW zugegeben, millionenfache Manipulationen von Dieselmotoren zur Schönung der Abgaswerte vorgenommen zu haben. Audi erklärt, das Unternehmen arbeite konstruktiv mit den Ermittlern zusammen.

21. Juli 2017

Kartellverdacht mit AdBlue belastet Audi und VW

Die EU-Wettbewerbshüter schlagen Alarm. Laut eines internen Dokuments (von April 2010) gebe es ein “Commitment der deutschen Automobilhersteller”, nachdem künftig - trotz steigender Auflagen zum Schadstoffausstoß - nur noch kleine AdBlue-Tanks verwendet werden sollen. Kleinere AdBlue-Tanks lassen mögliche Manipulationen der AdBlue Einspritzmenge vermuten. Sie erlauben mehr Platz und weniger Gewicht und nicht unerhebliche monetäre Einsparungen. Audi, VW, BMW, VW und Daimler wollten sich dazu nicht äußern.

7. juli 2017

Ex-Audi-Manager wird in Deutschland festgenommen

Die US-Justiz hatte Strafanzeige gegen den Italiener Giovanni P. gestellt. Sie wirft ihm  Verschwörung zum Betrug und Verstöße gegen das US-Umweltrecht vor. Die Staatsanwaltschaft München II bestätigte, dass der Ex-Manager festgenommen wurde und sich in Untersuchungshaft befindet.

1. Juni 2017

Verkehrsminister beschuldigt Audi. Rückruf für 24.000 Fahrzeuge

Laut Bundesverkehrsminister Dobrindt verwendet Audi eine unzulässige Abgas-Software, die bewirkt, dass die Abgasreinigung nur im Prüfstand arbeitet. Rund 24.000 Fahrzeuge der Modelle Audi A8 und A7 mit V6 und V8 Dieselmotoren der Baujahre 2009 bis 2013 sind davon betroffen. Audi entschuldigt sich öffentlich und ruft die Fahrzeuge zurück. Die fraglichen Modelle zeigten in bestimmten Situationen NOx-Überschreitungen zwischen 20 und 100 Prozent des Grenzwerts.

15. März 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Audi

Die Staatsanwaltschaft München II leitet wegen der Dieselaffäre bei Audi ein Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdacht ein und durchsucht die Audi-Zentrale in Ingolstadt. Die Entwicklungsingenieure der VW-Tochter Audi sollen die Abgaswerte der Diesel für den amerikanischen Markt ähnlich manipuliert haben wie ihre Kollegen bei VW. Es geht um 80.000 Fahrzeuge. Der europäische Absatzmarkt ist laut Staatsanwaltschaft (noch) nicht Gegenstand der Ermittlungen.

15. Juli 2016

Audi gesteht weiter gegenüber US-Umweltbehörden

Nach mehreren Vorladungen bei den US-Umweltbehörden EPA und Carb gesteht Audi offziell ein, nicht nur Abschalteinrichtungen in ihren Motorsteuerungen zu verwenden, sondern auch die AdBlue-Einspritzung herunterzufahren, wenn der Verbauch zu hoch ist. Das Eingeständnis öffnet Tür und Tor für die daraufhin folgenden Ermittlungsverfahren in Deutschland.

4. April 2016

Bundesverkehrsminister Dobrindt stellt den Abschlussbericht des KBA vor. Danach fällt auch Audi negativ auf.

Der vorläufige Abschlussbericht des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für den deutschen Automarkt nach dem Auffliegen des Abgasskandals in den USA ist ernüchternd: Fast alle 53 Automodelle, die die Behörde nach Aufkommen des Dieselskandals untersucht hat, fallen negativ auf. Darunter auch die Marken Audi, VW und Porsche. Für VW und Porsche liefert Audi die Motoren samt Betrugs-Software. Insgesamt sollen 630.000 Fahrzeuge in Deutschland durch einen “freiwilligen Rückruf” zurück in die Werkstatt.

24. November 2015

Audi gesteht erstmals, auch bei 3.0 Liter Dieselmotoren eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben

Die ersten Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA in Zusammenhang mit dem Auffliegen des Dieselskandal bei der Konzernmutter VW hatte Audi noch scharf dementiert. Mit dem Eingeständnis Audis gerät auch Porsche in den Strudel der Ermittlungen, denn Audi liefert auch dem Sportwagenhersteller die Motoren mit der betrügerischen Softwaresteuerung.

Wie alles bei Audi begann

"Der sauberste Diesel der Welt"

... hieß es 2008 frohlockend vom Audi-Manager Giovanni P., der für die Entwicklung der Dieseltechnik für Deutschland verantwortlich war. Die Premium-Tochter des VW-Konzerns bewarb ihren AdBlue-Tank stets als die Technologie, die angeblich den saubersten Diesel der Welt ermöglicht. Das blaue Harnstoff-Wasser-Gemisch in einem Zweittank soll das Dieselfahrzeug reinigen, indem es beim Fahren in den Verbrennungsprozess von Diesel eingespritzt wird und giftige Stickoxide neutralisiert. – Die gesamte TDI Technologie basiert darauf. Doch dieses Versprechen entpuppt sich in der Praxis als großer Bluff, denn erst ein ständiges Nachfüllen des übel riechenden Harnstoffs gewährleistet den gewünschten Effekt. Doch dafür ist die Konstruktion des Tanks oft nicht angelegt und ein ständiges Nachfüllen des stinkenden Harnstoffs für keinen Kunden zumutbar.

Die Krux mit der Tankgröße. Viel zu kleine AdBlue-Tanks standen somit einem viel zu großen Versprechen gegenüber und brachten Audi – als für die AdBlue-Technik zuständig – in die Klemme. Die Devise des Lösungsansatzes der findigen Ingenieure lautete im weiteren Verlauf: AdBlue muss so lange reichen, wie dem Kunden versprochen ist. Also musste eine manipulierte Software her, die die Einspritzung des AdBlue-Gemischs entsprechend regelt, sodass die dem Kunden versprochenen Nachfüllintervalle auch eingehalten wurden. Kurz gesagt schaltete die AdBlue-Einspritzung einfach runter, wenn der Verbrauch zu hoch wurde. – Auf Kosten der ebenso versprochenen unbedenklichen Umweltwerte durch verminderten Schadstoffausstoß. 

Das fiel 2015 schließlich den US-Umweltbehörden auf. Nach mehreren Vorladungen dort gesteht Audi offiziell ein, Abschalteinrichtungen in ihren Motorsteuerungen zu verwenden, um die AdBlue-Einspritzung drastisch zu deckelt, wenn der Verbrauch anstieg. Damit war die Geschichte vom saubersten Diesel der Welt mittels “Vorsprung durch Technik” zu Ende und landete auf dem Tisch der Münchner Staatsanwaltschaft. Seitdem lässt diese nicht locker. Allein im Jahr 2018 verging kaum ein Monat ohne Besuch der Strafverfolger. Insgesamt hat das KBA seit 2015 für mehr als 200.000 Audis Rückruf-Bescheide erlassen. Der Diesel-Skandal hat den Autobauer bislang rund 3,4 Milliarden Euro gekostet. Die einstige Gewinnmaschine des VW-Konzerns trieselt in der Dieselaffäre.

Indes bröckelt die Bastion der Tochter des größten Autohersteller der Welt auch auf juristischer Ebene. Mehrere tausend Verfahren sind gegen die Audi AG anhängig, deren Urteile noch ausstehen. – Bis dato gibt es etliche Gerichtsurteile auf Landgerichts- und Oberlandesgerichtsebene, die die Premium-Tochter zu Schadensersatz verurteilen. Dies geht indes soweit, dass Audi in der aktuellen Rechtsprechung auch für Volkswagen-Motoren haftbar gemacht wird. KAP Rechtsanwälte verhelfen auch Ihnen zu Ihrem Recht. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, Ihre Ansprüchen geltend zu machen und überlassen Sie Ihren Fall unseren Fachanwälten.

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