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Thorsten Krause
Zuletzt aktualisiert
06.07.2021
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4.5
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5 Min.

Die Porsche AG steckt mitten im Abgasskandal. Auch Porsche wirbt mit einem umweltfreundlichen Fahrerlebnis in exklusiver Sport-Karosserie, doch dies entspricht auch bei dem Luxushersteller nicht der Realität. Die VW-Tochter bezieht seine Motoren direkt von Audi, womit sie sich die gleichen Probleme wie Audi ins Haus holte. Viele Besitzer klagen gegen Porsche – und die juristische Aufarbeitung läuft auf Hochtouren. Die bisherige Bilanz: Zahlreiche Urteile liegen bereits vor, die die Porsche AG als Fahrzeughersteller, bzw. die Audi AG als Motorenhersteller für die Abgasmanipulation grundsätzlich in die Schadensersatzpflicht nehmen. Und seit 2020 sind auch Benzin-Modelle betroffen. Wir zeigen Ihnen Ihre Möglichkeiten.

Möglichkeiten

gegen die Porsche AG

✓ Schadensersatz für den Wertverlust & Fahrzeug behalten (“kleiner” Schadensersatz)

✓ Kaufpreis (Abzug Nutzung) erhalten & Fahrzeug zurückgeben (“großer” Schadensersatz)

▻ Das Besondere bei Porsche: Ein Finanzierer übernimmt für die Motoren EA 876 und EA 897 unter bestimmten Voraussetzungen das Kostenrisikos für Sie – gegen eine geringe Erfolgsbeteiligung, versteht sich – sodass wir ganz ohne Risiko für Sie tätig werden können. Sie müssen dann nicht in Vorleistung gehen – und selbst im Fall, dass wir keinen Anspruch für Sie erzielen können, zahlen Sie keinen Cent.

Sichern Sie sich Ihren Anspruch. Unsere Erstberatung ist kostenfrei.

Porsche Benziner

unter Manipulationsverdacht

Porsche Benziner stehen indes ebenso unter Verdacht der Manipulation. Seit Herbst 2020 ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen diverse Benziner-Modelle. Ein geschönter CO2-Ausstoß und Kraftstoffverbrauch haben möglicherweise zu erschlichenen Zulassungen verschiedener Porschemodelle geführt. Zunächst gelten der Porsche Panamera und Porsche 911 als manipuliert. Im Juni 2021 kommen ältere Modelle des Macan und des Boxster Spyder hinzu. Auch für diese Benzin-Modelle machen KAP Rechtsanwälte Ansprüche geltend. Sprechen Sie uns an – wir prüfen das für Sie. 

Für diese Porsche Motoren

machen wir Rechte geltend

Faktisch sind alle Porsche-Diesel der Schadstoffklassen Euro 5 und Euro 6 betroffen. Sie sind mit V6-Motoren der Baureihe EA 896, EA 897, EA 898 und V8-Motoren vom Typ EA 989 ausgestattet. Darüber hinaus gelten vier Porsche-Modelle mit Benzinmotoren als manipuliert. 

  • Cayenne 
  • Cayenne S  (3,0 Liter, Euro 5 & 6)
  • Cayenne S  (4,2 Liter, Euro 5 & 6)

Zur Entschädigung

  • Macan
  • Macan S  (3,0 Liter, Euro 5 & 6)
  • Macan S  (4,2 Liter, Euro 5 & 6)

Zur Entschädigung

  • Panamera S  (4,0 Liter, Euro 5 & 6)

Zur Entschädigung

  • Panamera  (Euro 6)
  • 911  (Euro 6)
  • Macan  (Euro 5 u. älter)
  • Boxster Spyder 981

Zur Entschädigung

Porsche – Aktuelle Schlagzeilen

Die Aufarbeitung der Dieselaffäre bei Porsche ist in vollem Gang

23. Oktober 2020

Der Porsche-Vorstand ist um Kooperation mit den Behörden bedacht und versucht die Missstände in den eigenen Reihen selbst aufzuklären.

Porsche Benziner unter Betrugsverdacht

05. Oktober 2021

Auch bei Benzin-Motoren der Porsche AG werden Manipulationen beim Kraftstoffverbrauch vermutet. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Neue Porsche Urteile

23. August 2019

KAP Rechtsanwälte erstreiten weitere Urteile. Das Landgericht Stuttgart spricht einem Cayenne Diesel-Fahrer Schadensersatz von über 50.000 Euro zu, und zwei weiteren Klägern 52.000 und 66.000 Euro (V6 Dieselmotor (EA 897)).

Erzielte Urteile & Beweisbeschlüsse

KAP Erfolge gegen Porsche

Datum         Gericht Auto-Modell
29.06.2021  Urteil* LG Stuttgart Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
08.02.2021  Urteil* LG Stuttgart Porsche Cayenne S V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
18.06.2020  Urteil* LG Stuttgart Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.04.2020  Beschluss LG Stuttgart     Porsche Cayenne S V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Krefeld Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Münster Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Nürnberg-Fürth Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Offenburg Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Offenburg Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Paderborn Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Endurteil Urteil OLG Naumburg Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Nürnberg-Fürth Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2020  Beschluss LG Wuppertal Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
29.08.2019  Urteil* LG Stuttgart Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
23.08.2019  Urteil* LG Stuttgart Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
21.05.2019  Beschluss LG Stuttgart Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Urteil* OLG Köln Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Urteil* OLG Köln Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Urteil* OLG Koblenz Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss OLG Berlin Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Bonn Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Essen Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Frankfurt a.M. Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Macan S V6, Euro 6, Motor 3.0 TDI
01.01.2019  Beschluss LG Ingolstadt Porsche Cayenne V8, Euro 6, Motor 3.0 TDI
*noch nicht rechtskräftig  
 
 

Fragen & Antworten

zu Ihrem Porsche

Bei dem Adjektiv “betroffen” muss im Zusammenhang mit dem Abgasskandal differenziert werden: Wenn in öffentlichen Bekanntmachungen und den Medien von “betroffenen Modellen” gesprochen wird, dann handelt es sich um eine offizielle Feststellung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), dass es bei den Auto-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden hat. Dies bedeutet aber nicht, dass alle anderen Fahrzeuge als “nicht betroffen” gelten können, denn über diese offiziell bestätigten betroffen Modelle hinaus gibt bedeutend mehr Herstellermodelle, die nach verschiedenen Expertengutachten ebenso über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen und ebenso die offiziellen Emissionsgrenzwerte weit überschreiten. Auch diese Fahrzeuge sind natürlich betroffen - mit dem Unterschied, dass für sie das KBA nicht oder noch nicht tätig wurde und sie auch amtlich als “betroffen” deklariert hat. Die Summe aller nachweislich betroffenen Fahrzeuge ist folgerichtig um ein Vielfaches höher.

Wir haben als Kanzlei selbst unabhängige Gutachten beauftragt, deren Ergebnisse wir für unsere Verfahren einreichen. Auf diese Weise haben wir bereits viele Urteile gewinnen können. Unsere Rechtsauffassung teilt indes auch der Bundesgerichtshof, der im Januar 2021 erst feststellte, dass betroffene Autofahrer auch dann Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn das Fahrzeug nicht von Amts wegen durch das KBA beanstandet wurde.

Fazit: Ein Rückruf des KBA ist also keine Voraussetzung für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im Abgasskandal.

Ja. Klägern in der Dieselaffäre steht auch nach einem Fahrzeugverkauf Schadensersatz zu. Das hat der Bundesgerichtshof im Juli 2021 klargestellt. In dem Fall wird als Berechnungsgrundlage der Verkaufspreis des Fahrzeugs herangezogen. Auch eine "Wechselprämie" des Autoherstellers darf nach Urteil der Karlsruher Richter nicht als anspruchsmindernd angerechnet werden.

Diesel-Halter, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zu einem verpflichtenden Software Update oder/und zu Nachrüstungen der Hardware aufgerufen werden, stehen vor einem Dilemma: Lassen Sie bspw. ein Software Update durchführen, müssen Sie mit möglichen weiteren Schäden am Motor und einem deutlich höheren Kraftstoffverbrauch rechnen. Verweigern sie die Ausführungen der Maßnahmen, droht in letzter Konsequenz die Stilllegung des Fahrzeugs. Wir raten dennoch grundsätzlich von Software Updates und Nachrüstungen der Hardware ab, denn neben möglicher Schäden am Fahrzeug, kann im Anschluss auch die Geltendmachung von Rechten aus dem Abgasskandal schwieriger werden.

Sie müssen nach dem Update damit rechnen, dass der AdBlue-Verbrauch erheblich zunimmt. Darüber hinaus wird von Problemen mit der Start/Stopp-Automatik, von einer Versottung des Motors sowie von einem stark erhöhten Dieselverbrauch berichtet.

Die Einrichtung sitzt in der Motorsoftware eines Diesel-Fahrzeugs und steuert die Effektivität der Abgasreinigung in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Bei der Vorrichtung werden gefährliche Stickoxide in den Abgasen jedoch nur in einem Temperaturbereich zwischen 20° bis 30° Grad Celsius reduziert. Außerhalb dieses Temperaturbereichs wird die serienmäßige Abgasreinigung stark reduziert beziehungsweise ganz abgeschaltet. Und das ist nach den neuesten Urteilen des Europäischen Gerichtshof (Ende 2020) und des Bundesgerichtshof (Anfang 2021) nicht zulässig.

Aus der derzeitigen Erfahrung als sehr gut. Wir klagen für unsere Mandanten bereits seit 2017 bundesweit gegen die VW-Tochter Porsche, und haben in mehreren Urteilen weit über 50.000 Euro Schadensersatz erstreiten können. Es existieren Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamtes gegen Porsche, und auch die Messwerte, die uns zu den Porsche-Modellen bekannt sind, zeigen deutliche Auffälligkeiten. Außerdem konnten KAP Rechtsanwälte in die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft München II Einsicht nehmen, die die Manipulationen bei der Konzernschwester Audi, die den 3 und 4,2 Liter-Motor für den Porsche-TDI hergestellt und geliefert hat, nehmen. Darin sind die Manipulationen nach den Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft deutlich genannt und beschrieben, wer im Konzern wann und in welchem Umfang Kenntnis von den Betrügereien hatte. Auch ein ehemaliger Porsche-Vorstand kommt in der Anklageschrift vor. Und in einem neuesten Urteil (Ende 2020) hat der EuGH thermische Abschalteinrichtungen für unzulässig erklärt. Ihm folgte Anfang 2021 der BGH mit einem weiteren Urteil, das diese Art Abgasreinigung als illegal bezeichnet. Beide Urteile haben für einen deutlichen Durchbruch in der Rechtsprechung gesorgt und das Tempo der juristischen Aufarbeitung angehoben. Wir sehen in einem Vorgehen gegen Porsche eine sehr gute Möglichkeit, Ihre Rechte wahrzunehmen. Die guten Erfolgsaussichten sind auch ein Grund, warum wir für Porsche einen Prozesskostenfinanzierer gewinnen konnten, der bei Bedarf das komplette Kostenrisiko für unsere Mandanten übernimmt.

Die meisten Verfahren im Dieselskandal bei Porsche laufen noch. Denn die meisten Klagen gegen den Sportwagenhersteller, die in der ersten Instanz zunächst zurückgewiesen wurden, befinden sich in oder auf dem Weg in die Berufung bei Oberlandesgerichten. Dies ist ein durchaus normales Vorgehen. Urteile werden nahezu immer erst in der zweiten Instanz entschieden. Immer mehr Oberlandesgerichte hingegen bewerten die Abgasmanipulationen bei Porsche indes als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung - ob in den Fällen eine Rückrufaktion vorliegt oder nicht, spielt keine Rolle mehr. Die Gerichte sehen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung und somit Porsche als schadensersatzpflichtig. Das bedeutet, dass die Rechtsprechung eindeutig ist und somit eine Erfolgswahrscheinlichkeit vor Gericht als gegeben gilt, sodass inzwischen fast alle Rechtsschutzversicherungen die Kosten übernehmen. Als erfreulich zu bewerten sind sicherlich auch die Bemühungen seitens des Porsche-Vorstands, die Missstände in den eigenen Reihen selbst klären zu wollen. Porsche hatte im Herbst 2018 von sich aus eine Untersuchung im eigenen Hause in Zusammenarbeit mit dem Kraftfahrt-Bundesamt angestoßen. Die Untersuchungen laufen noch. Diesbezüglich sind Verbraucher von anderen Autobauern nicht sehr verwöhnt. Im Gegenteil.

Chronik & Meilensteine

im Porsche Abgasskandal

10. Juni 2021

KBA leitet Anhörungsverfahren wegen Porsche Benziner ein

Nach einem eigenen Hinweis durch die Porsche AG hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Messungen vorgenommen. Danach lag der CO2-Austoß bei drei von acht Modellen 4 % über dem zulässigen Wert für die Typgenehmigung. Laut KBA handelt es sich um ältere Modelle des Porsche Macan und des Boxster Spyder 981. Die Behörde beabsichtigt, einen Rückruf für die fraglichen Fahrzeuge anzuweisen.

10. November 2020

Porsche schreibt wieder Gewinne

Die Holding profitiert von der Abkehr vom Diesel und dem neuen Elektro-Kurs bei VW. Nach drei Quartalen verbucht die Holding wieder einen Gewinn nach Steuern von 437 Mio. Euro.

26. August 2020

Auch Porsche Benziner unter Manipulationsverdacht

Es geht um die Modelle Panamera und die 911er Reihe mit Benzin-Motoren. Porsche prüft intern, ob einzelne Modelle nach der Typenzulassung durch das KBA nachträglich noch einmal geändert wurden. Zuvor hat der Autobauer die Behörden darüber informiert. Dazu gehören die Staatsanwaltschaft Stuttgart, das KBA sowie die US-Justiz. Das Unternehmen erklärt erneut, die Vorgänge aufklären zu wollen.

13. März 2020

Stuttgarter Richter legt Abgasklage gegen Porsche dem EuGH vor

Der Halter eines Porsche Cayenne Diesel klagt wegen Betrug auf Schadensersatz. Er hatte den Cayenne 2012 für 71.000 Euro erworben. Der Einzelrichter der 3. Zivilkammer entschied, dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) mehrere Fragen zur Vorabentscheidung vorzulegen. Die Entscheidungen der Europarichter stehen noch aus.

28. Februar 2020

Staatsanwaltschaft Stuttgart weitet seine Ermittlungen im Dieselskandal bei Porsche aus

Gewerblich Standorte und Privatwohnungen von Mitarbeitern werden durchsucht. Die Anzahl der Beschuldigten steigt von drei auf sieben aktive und ehemalige Mitarbeiter. Ihnen wird vorgeworfen, an der Manipulation von Dieselmotoren beim Sportwagenbauer beteiligt gewesen zu sein.

31. Januar 2019

Porsche stellt Selbstanzeige beim KBA

Die Porsche AG stellt wegen fehlerhafter Verbrauchswerte beim Porsche 911 Selbstanzeige. Die Verbrauchswerte der Baujahre 2016 und 2017 waren zu gering angegeben. Rund 64.500 Fahrzeuge dieser Baujahre wurden verkauft. Der Dieselmotor - ein 3,0 Liter TDI - hatte der Schwesterkonzern Audi geliefert. 

7. Mai 2019

Staatsanwaltschaft verhängt Bußgeld gegen Porsche

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft verhängt ein Bußgeld in Höhe von 535 Mio. Euro gegen die VW-Tochter. In der Begründung heißt es, dass es unter anderem fahrlässige Verletzungen der Aufsichtspflicht in der Entwicklungsabteilung gegeben habe. Dies führte dazu, dass Porsche-Fahrzeuge mit V6- und V8-Diesel-Motoren nicht den Abgasvorgaben entsprochen hätten. Für nahezu 100.000 Fahrzeuge lägen Bescheide des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) vor. Porsche akzeptiert das Bußgeld. Es ist das dritte für Porsche. Das Ordnungswidrigkeitsverfahren ist damit abgeschlossen. Davon unberührt bleiben die laufenden zivilrechtlichen Ansprüche zahlreicher Kläger sowie weitere Strafverfahren.

18. Mai 2018

Weiterer Rückruf durch KBA für Cayenne und Macan

Das KBA ruft rund 60.000 Porsche Cayenne Euro 6 mit dem V8 4.2 TDI vom Motortyp EA 898 und Porsche Macan Euro 6 mit dem V6 3.0 TDI vom Motortyp EA 897 verpflichtend zurück. In der Begründung heißt es, das KBA habe in den Fahrzeugen unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt, die zu einem viel zu hohen Ausstoß an gesundheitsschädlichen Stickoxiden führen.

18. April 2018

Die Staatsanwalt Stuttgart ermittelt gegen Porsche-Manager und Mitarbeiter

Nach Razzien bei Porsche geraten ein Mitglied des Vorstands, ein Manager sowie ein früherer Mitarbeiter, der jetzt bei Audi arbeitet, unter Verdacht, von den Manipulationen am Emissionskontrollsystem der Audi-Motoren im Porsche-Diesel gewusst zu haben.

23.September 2018

Porsche kehrt Diesel den Rücken

Die Porsche AG zieht die Konsequenz aus dem Abgasskandal und teilt mit, dass sie keine Diesel-Fahrzeuge mehr herstellen wird. Nach fast zehn Jahren Diesel will sich Porsche ganz auf Benziner, Hybride und reine E-Autos konzentrieren.

26. Januar 2018

Porsche ruft Macan zurück

Das kleinere Geländewagen-Modell muss wegen Unregelmäßigkeiten am Abgassystem erneut in die Werkstatt. Es gibt Hinweise auf eine illegale Abschalteinrichtung in dem Dieselmotor, durch die die Stickoxid-Werte auf dem Prüfstand besser ausfallen als im Straßenbetrieb, teilte ein Sprecher mit. In Abstimmung mit dem KBA soll ein weiteres Software-Update Abhilfe schaffen. 14.000 Autos sind davon allein in Deutschland betroffen.

27. Juli 2017

Zulassungsverbot für Porsche Cayenne

Bundesverkehrsminister Dobrindt verfügt erstmals im Dieselskandal ein Zulassungsverbot. Der Minister begründet seinen Schritt mit einer illegalen Software für die Abgassteuerung, die in dem Fahrzeug verbaut sei, und die erkenne, wenn sich das Fahrzeug im Prüfzustand befinde. Er ordnet einen Pflichtrückruf für 22.000 europaweit ausgelieferte Fahrzeuge des Cayenne 3 Liter TDI (Euro 6) an. In Deutschland sind 7.500 Fahrzeuge betroffen. Neue Autos des Modells dürfen nicht mehr verkauft werden.

10. Juli 2017

Staatsanwaltschaft ermittelt auch bei Porsche

Im Zuge des Abgasskandals rückt auch die VW-Tochter ins Visier der Ermittler. Die Behörden ermitteln gegen Mitarbeiter wegen einer möglichen Manipulation der Abgasnachbehandlung an Diesel-Fahrzeugen von Porsche. Der Autobauer kündigt an, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.

9. Juni 2017

Der Abgasskandal um Diesel weiter sich auch auf Porsche aus

Beim neuen Cayenne misst der TÜV Nord zu hohe Stickoxide. Offenbar käme eine Technik zum Einsatz, die die Grenzwerte nur im Prüfzustand einhalte. Porsche weist die Vorwürfe zurück. Die Tests seien nicht nachvollziehbar, so ein Firmensprecher.

28. Oktober 2016

Der Porsche Macan Diesel weist auffällige NOx-Emissionen auf

Die Porsche AG startet daraufhin eine freiwillige Rückrufaktion. Ein Software-Update soll Abhilfe schaffen. Das sog. “Thermofenster” soll dadurch entfernt werden.

18. September 2015

Black Friday: Das VW-Mutterunternehmen fliegt in den USA auf

Die Chefin der US-Umweltbehörde EPA tritt vor die Presse und berichtet, dass die VW AG wegen Manipulationen am Abgaskontrollsystem ihrer Fahrzeuge Kunden und den US-Staat betrogen habe. Die Nachricht geht um die Welt. Noch ist unklar, was das für Porsche als VW-Tochterunternehmen bedeutet.

5. April 2019

Die Europäische Kommission ermittelt gegen die Porsche AG

Die Europäische Kommission ermittelt unter anderem gegen die Porsche AG wegen möglicher illegaler Absprachen. Das sog. 5er-Kartell, bestehend aus BMW, Daimler, VW, Audi und Porsche soll von 2006 bis 2014 gegen EU-Kartellvorschriften verstoßen haben, indem sie sich bei der Entwicklung der Technologien für Emissions-Reinigungssysteme abgesprochen haben soll. Allen fünf Autobauern drohen hohe Geldstrafen.
 

Wie alles bei Porsche begann

Mitgehangen, mitgefangen

Der Schock saß tief beim Management der Porsche AG als die Konzern-Schwesterunternehmen VW und Audi in Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen zu hohen Bußgeldern verurteilt wurden. Porsche entwickelt und produziert gar keine Dieselantriebe und laut Porsche auch nicht die dafür benötigte Steuerungssoftware. In den großen Geländewagen stecken Audi-Motoren, die sie von der Konzernschwester “all inclusive” bezieht. Doch deren Verwendung katapultiert Porsche in den Dieselskandal. Nach Razzien der Staatsanwaltschaft bei Audi und VW folgten auch Razzien an mehreren Standorten Porsches. Im Ergebnis wird gegen zwei Manager und einem früheren Mitarbeiter der Porsche AG wegen des Verdachts des Betrugs und strafbarer Werbung ermittelt. Das Unternehmen teilte mit, dass es mit den Behörden vollumfänglich zusammenarbeite

Porsche weist das Wissen um, sowie mögliche Manipulationen bei der Abgasreinigung von sich, doch ein genauerer Blick bringt 2016 Gewissheit: Beim Porsche Cayenne und Macan wurde manipuliert. Zwei Jahre später steht auch der Porsche Panamera unter Verdacht – auch in diesen Modellen wurde manipulative Software zur Abgassteuerung verbaut. Damit sind ausnahmslos alle Porsche-Diesel vom Abgasskandal betroffen.  Seit 2020 ist die Anzahl der Beschuldigten von drei auf sieben aktive und ehemalige Mitarbeiter angestiegen. Ihnen wird vorgeworfen, an der Manipulation von Dieselmotoren beim Sportwagenbauer beteiligt gewesen zu sein. Aber damit nicht genug. 

Der doppelte Abgasbetrug – auch Porsche Benziner fliegen auf: Im Januar 2020 folgt eine Selbstanzeige Porsches beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wegen fehlerhafter Verbrauchswerte beim Porsche-Modell 911 – mit Benzinmotor. Ende August 2020 wird bekannt, dass Porsche auch bei einigen Benzinern auf Kosten von Umwelt und Verbraucher manipuliert haben soll. – Damit folgt dem Dieselskandal bei Porsche auch ein Benzinskandal

Die Erwartungen an die Luxus-Marke Porsche mit seinen kostspieligen Sportwagen liegen höher, sodass die Enttäuschung und Empörung bei den Haltern besonders groß sind. Neben dem nicht unerheblichen Wertverlust, droht ein Fahrverbot in Umweltzonen und mögliche Nachzahlungen an KFZ-Steuern, wenn Benziner z.B. mehr CO2 ausgestoßen als offiziell angegeben. Alle diese Konsequenzen sind möglich. Wir raten daher Porsche-Fahrern, ihre Rechte so bald wie möglich geltend zu machen. Sprechen Sie uns an. Wir machen auch Ihre Rechte für Sie geltend.

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