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Thorsten Krause
Zuletzt aktualisiert
12.11.2021
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4.7
Lesedauer
3 Min.

Opel Abgasskandal

Alle wichtigen Informationen für Opel Fahrer

Bis Anfang 2016 galt die Opel Automobile GmbH als die mit der weißen Weste unter den deutschen Diesel-Herstellern. Doch dann wurden nach und nach bei fünf Opel-Modellen illegale Abschalteinrichtungen nachgewiesen: Beim Opel Astra, Insignia, Cascada, Movano & beim Opel Zafira. Interessanterweise sind hier relativ neue CDTi-Fahrzeuge mit Abgasnorm Euro 6 betroffen.

Opel Fahrer sollten sich nicht länger, etwa durch einen Rückruf zum Software-Update, hinhalten lassen, sondern ihre Möglichkeiten auf Entschädigung und Schadensersatz zeitnah prüfen lassen. KAP Rechtsanwälte unterstützen Sie dabei.

Ihre Möglichkeiten

✓ Schadensersatz für den Wertverlust & Fahrzeug behalten (“kleiner” Schadensersatz)

✓ Kaufpreis (Abzug Nutzung) erhalten & Fahrzeug zurückgeben (“großer” Schadensersatz)

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Ihr Diesel-Check


Für diese Opel Motoren

machen wir Rechte geltend

Spätestens mit dem verpflichtenden Rückruf des KBA im Jahr 2018 ist es offiziell: Die Opel-Modelle mit den Diesel-Motoren 1.6 CDTi und 2.0 CDTi sind durch den Einbau illegaler Abschalteinrichtungen manipuliert. 

Aber nicht nur Diesel-Modelle werden beanstandet. Auch Opel-Benziner der Baujahre 2018 und 2019 stehen unter Manipulationsverdacht

Danach sind folgende Opel-Modelle mit Diesel-Motoren 1.6 CDTi und 2.0 CDTi betroffen – sowie zwei Opel-Benziner mit 1.2 und 1.4 l Motoren:

  •  1.6-Liter-Motor

Zur Entschädigung

  • 2.0-Liter-Motor

Zur Entschädigung

  • 1.6- und 2.0-Liter-Motor

Zur Entschädigung

  • Euro 6, Baujahr 2016

Zur Entschädigung

  •  1.6- und 2.0-Liter-Motor

Zur Entschädigung

  • Opel Adam  (1.2- u. 1.4-Liter-Motor)
  • Opel Corsa  (1.2- u. 1.4-Liter-Motor)

Zur Entschädigung

Opel – Aktuelle Schlagzeilen

Abgasskandal: Opel zahlt Millionenstrafe und vermeidet Prozess

19. Oktober 2021

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt verhängt eine 64,8 Millionen-Strafe, weil mehrere Opel-Modelle deutlich höhere Schadstoffe ausstoßen als angegeben wurde.

Zwangsrückruf für 96.000 Opel-Diesel durch KBA

17. Oktober 2018

Die Opel-Dieselmodelle Zafira, Cascada sowie Insignia verfügen laut Gutachter über unzulässige Abschalteinrichtungen.

Fragen & Antworten

zu Ihrem Opel Diesel

Bei dem Adjektiv “betroffen” muss im Zusammenhang mit dem Abgasskandal differenziert werden: Wenn in öffentlichen Bekanntmachungen und den Medien von “betroffenen Modellen” gesprochen wird, dann handelt es sich um eine offizielle Feststellung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA), dass es bei den Auto-Modellen unzulässige Abschalteinrichtungen gefunden hat. Dies bedeutet aber nicht, dass alle anderen Fahrzeuge als “nicht betroffen” gelten können, denn über diese offiziell bestätigten betroffen Modelle hinaus gibt bedeutend mehr Herstellermodelle, die nach verschiedenen Expertengutachten ebenso über unzulässige Abschalteinrichtungen verfügen und ebenso die offiziellen Emissionsgrenzwerte weit überschreiten. Auch diese Fahrzeuge sind natürlich betroffen - mit dem Unterschied, dass für sie das KBA nicht oder noch nicht tätig wurde und sie auch amtlich als “betroffen” deklariert hat. Die Summe aller nachweislich betroffenen Fahrzeuge ist folgerichtig um ein Vielfaches höher.

Wir haben als Kanzlei selbst unabhängige Gutachten beauftragt, deren Ergebnisse wir für unsere Verfahren einreichen. Auf diese Weise haben wir bereits viele Urteile gewinnen können. Unsere Rechtsauffassung teilt indes auch der Bundesgerichtshof, der im Januar 2021 erst feststellte, dass betroffene Autofahrer auch dann Anspruch auf Schadensersatz haben, wenn das Fahrzeug nicht von Amts wegen durch das KBA beanstandet wurde.

Fazit: Ein Rückruf des KBA ist also keine Voraussetzung für die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen im Abgasskandal.

Ja. Klägern in der Dieselaffäre steht auch nach einem Fahrzeugverkauf Schadensersatz zu. Das hat der Bundesgerichtshof im Juli 2021 klargestellt. In dem Fall wird als Berechnungsgrundlage der Verkaufspreis des Fahrzeugs herangezogen. Auch eine "Wechselprämie" des Autoherstellers darf nach Urteil der Karlsruher Richter nicht als anspruchsmindernd angerechnet werden.

Diesel-Halter, die vom Kraftfahrt-Bundesamt zu einem verpflichtenden Software Update oder/und zu Nachrüstungen der Hardware aufgerufen werden, stehen vor einem Dilemma:

Lassen Sie bspw. ein Software Update durchführen, müssen Sie mit möglichen weiteren Schäden am Motor rechnen. Allgemein berichten nicht wenige Autohalter nach dem Update von Motorstörungen, lauten Motorgeräuschen und einem deutlich höheren Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch.

Verweigern Halter jedoch die Ausführungen der Maßnahmen, kann die Stilllegung des Fahrzeugs drohen. Wir raten dennoch grundsätzlich von Software Updates und Nachrüstungen der Hardware mit allem Nachdruck ab, denn neben möglicher Schäden am Fahrzeug, kann im Anschluss auch die Geltendmachung von Rechten aus dem Abgasskandal schwieriger werden.

Die Einrichtung sitzt in der Motorsoftware eines Diesel-Fahrzeugs und steuert die Effektivität der Abgasreinigung in Abhängigkeit von der Außentemperatur. Bei der Vorrichtung werden gefährliche Stickoxide in den Abgasen jedoch nur in einem Temperaturbereich zwischen 20° bis 30° Grad Celsius reduziert. Außerhalb dieses Temperaturbereichs wird die serienmäßige Abgasreinigung stark reduziert beziehungsweise ganz abgeschaltet. Und das ist nach den neuesten Urteilen des Europäischen Gerichtshof (Ende 2020) und des Bundesgerichtshof (Anfang 2021) nicht zulässig.

Auch die Manipulation von Benzin-Autos findet auf dem Prüfstand statt: Das zu prüfende Fahrzeug steht auf Rollen, die einen möglichst realistischen Widerstand zwischen Straße und Reifen simulieren sollen.

Hersteller, die ihre Benziner manipulieren, setzen den Widerstandswert deutlich geringer an, sodass für das Fahrzeug weniger Energieverlust und damit auch weniger Spritverbrauch ausgewiesen wird. Auf diese Weise werden nicht nur die Typgenehmigungen für die Fahrzeuge erschlichen, sondern mit den Werten wie Spritverbrauch, Leistung und Schadstoff-Emissionen, die diese manipulierten Typgenehmigungen ergeben, obendrein für Kundschaft geworben.

Chronik & Meilensteine

im Opel Abgasskandal

05. November 2021

Opel-Abgasskandal: Gericht verhängt knapp 65 Millionen Bußgeld

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt erlässt einen Strafbescheid gegen Opel, weil mehrere Opel-Dieselmodelle deutlich höhere Schadstoffe emittieren als der Autobauer beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) angab. Mit der Zahlung wird das Ermittlungsverfahren gegen den Autobauer eingestellt. >> Weitere Details hier.

06. November 2019

Oberverwaltungsgericht bestätigt Rückruf für Opel Zafira, Insignia und Cascada

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig-Holstein lehnt eine Beschwerde von Opel im Eilverfahren ab. Das KBA hatte im Oktober 2018 einen Rückruf für ca. 96.000 Opel Diesel-Modelle erlassen, gegen den sich der Autobauer gerichtlich wehrte. Opel muss den Rückruf jetzt umsetzen.

17. Juni 2019

Rückruf für Opel Corsa und Opel Adam – auch für Benziner

Opel muss beide Diesel-Modelle zurückrufen, weil sie weit mehr Stickoxid emittieren als erlaubt.

Betroffen sind auch Benziner: Danach reißen auch der Opel Adam und Opel Corsa der Baujahre 2018-2019 mit 1,2 Liter- und 1,4 Liter-Ottomotoren die Grenzwerte bei Weitem. Nach Angaben des KBA sind weltweit rund 209.000 Fahrzeuge betroffen, von denen circa 54.000 in Deutschland zugelassen sind.

Die Flensburger Behörde fordert für die Benziner-Modelle eine technische Optimierung.
 

15. Oktober 2018

KBA verpflichtet Opel zu Rückruf von rund 96.000 Diesel weltweit

Untersuchungen von Fahrzeugen des Opel-Konzerns offenbaren, dass auch der Rüsselsheimer Autobauer unzulässige Abschalteinrichtungen verwendet. Es geht um die Modelle Zafira, Cascada und Insignia der Baujahre 2013-2016.

Bei ihnen haben Gutachter entdeckt, dass sich die Abgasreinigung während der Fahrt komplett abschaltet. >> Mehr zu den Details.

15. Oktober 2018

Razzien der Staatsanwaltschaft Frankfurt bei Opel

Die Ermittler durchsuchen die Standorte Rüsselsheim und Kaiserslautern. Der Grund ist ein Anfangsverdacht wegen Betrugs bei der Euro 6-Norm mit SCR-Technologie für die Abgasreinigung mit Harnstoff.

Das KBA ruft rund 96.000 Fahrzeuge zurück. Erstmals geht es auch um Zafira, Cascada und Insignia aus den Jahren 2013-2016 – auch der Astra ist dabei.

15. Juli 2018

Amtliche Anhörung für Opel im Dieselskandal

Opel muss dem Bundesverkehrsministerium Rede und Antwort stehen. In einer amtlichen Anhörung ist der Autobauer angehalten, zur Funktionsweise der Abgasreinigung bei drei Opel-Diesel-Modelle Auskunft zu geben. 

Das KBA geht einem Manipulationsverdacht bei Opel nach, nachdem es belastbare Hinweise gefunden hat. Weltweit sind rund 60.000 Dieselfahrzeuge der Modelle Cascada, Insignia und Zafira mit der Abgasnorm 6 betroffen, 10.000 davon wurden in Deutschland zugelassen. Die fraglichen Fahrzeuge sollen die NOx-Grenzwerte um mehr als das Zehnfache überschritten haben.

12. April 2018

Das KBA meldet erstmals der Staatsanwaltschaft Abgasmanipulationen bei Opel

Danach soll auch Opel seine Fahrzeuge mit unzulässigen Vorrichtungen in den Verkehr gebracht haben. Eine Schummel-Software erkennt danach, wann sich das Fahrzeug auf dem Prüfstand befindet, um die Abgasreinigung dann voll hochzufahren. Im realen Straßenbetrieb jedoch wird die Abgasregulierung gedrosselt oder ganz abgeschaltet.  
Darüber hinaus ist der AdBlue-Tank bei den betroffenen Modellen zu klein, sodass der Katalysator, der mithilfe der Harnstoffeinspritzung die Abgase reduziert, nicht dauerhaft funktionieren kann.

01. August 2017

Opel Übernahme durch den französischen PSA-Konzern

Die französische Peugeot-Mutter PSA übernimmt Opel vom bisherigen Mutterkonzern General Motors (GM). Unter der Führung von GM hatte Opel zwanzig Jahre lang jedes Jahr hohe Verluste gemacht. Unter der neuen Führung durch PSA soll sich dies Dank gegebener Synergien rasch ändern. Mit der Übernahme ist auch ein ehrgeiziger Sanierungsplan verbunden, der für viele Tausend Mitarbeiter die Entlassung bedeutet. Die Groupe PSA ist Europas zweitgrößter Automobilhersteller, zu der unter anderen auch Peugeot und Citroën gehören.

12. Februar 2017

Opel startet nächste Software-Updates für seine Diesel

Die Software-Umrüstung betrifft die Diesel-Modelle Zafira Tourer (2.0 l und 1.6 l), den Cascada (2.0 l) und die Vorgängergeneration des Insignia (2.0 l) der Baujahre 2013 bis 2016.

Insgesamt geht es um rund 32.000 Fahrzeuge in Deutschland.

23. Mai 2016

Rückruf für Opel Astra

Kurz nach dem Opel Zafira offenbaren neue Abgasmessungen des KBA, dass auch beim Opel Astra die Abgasreinigung noch seltener aktiviert ist als von Opel bereits eingeräumt. Die Messungen ergaben beim Opel Astra eine bis zu achtfache Überschreitung der Grenzwerte, sodass Verkehrsminister Dobrindt den Rückruf anordnet.

12. Mai 2016

Opel werden weitergehende Abgasmanipulationen nachgewiesen

Nach Recherchen des “Spiegel” und des ARD-Magazins “Monitor” hat Opel seine Abgasreinigung offenbar stärker manipuliert als bisher bekannt. Zuvor hatte der Konzern bereits eingeräumt, dass die Abgasreinigung beim Opel Zafira nur im Bereich von 20 und 30 Grad vollumfänglich funktioniere. 

Demgegenüber stellen Experten der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bei Messungen fest, dass selbst in dem genannten Temperaturbereich die Abgasreinigung häufig nur eingeschränkt arbeitet. Ihre Ergebnisse widersprechen somit den bisherigen Angaben von Opel und sind in einem offiziellen Untersuchungsbericht des Bundesverkehrsministeriums nicht aufgeführt.

01. Dezember 2015

Opel startet “freiwillige Service-Aktion” für seine Diesel

Der Autobauer ergreift freiwillige Maßnahmen für eine Technologie-Initiative im Sinne seiner Kundschaft. Ein Teil dieser freiwilligen Maßnahmen sind Software-Updates für die Diesel-Modelle Opel Insignia, Zafira Tourer und Cascada mit Euro 6 und SCR Technologie der Baujahre 2013-2016.

23. Oktober 2015

KBA entdeckt erste Abschalteinrichtungen bei Opel

Mit dem Insignia, Movano, Cascada und dem Zafira sind gleich vier Opel-Diesel-Modelle von den Vorwürfen betroffen. Opel reagiert mit freiwilligen Software-Updates, sodass weitere Schritte von offizieller Seite vorerst abgewendet werden.

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